Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Kindertagesstätte – auf der Grundlage des BEP

In diesem Projekt ging es um die Praxis des Globalen Lernens im Sinne einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung in der frühkindlichen Bildung.  Wie dieser Ansatz in der Praxis lebendig wird und spielerisch, altersgerecht und mit viel Spaß in den Einrichtungen umgesetzt werden kann, zeigen Beispiele aus der Praxis (myWeGa-Kitas lernen Global. Impulse aus der Praxis für die Praxis). Dort erhalten Sie Impulse, wie Sie Kinder für eine gerechte, nachhaltige und zukunftsfähige Welt stärken können. 38 pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Nordhessen besuchten diese Fortbildungsreihe. Dabei kombinierten sie Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) mit den Grundlagen und Prinzipien des Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0-10 Jahren in Hessen (BEP).


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Zwei Fortbildungsgruppen haben sich jeweils ein Jahr lang intensiv mit Themen des Globalen Lernens und nachhaltiger Entwicklung beschäftigt. Das Zentrum für Globales Lernen WeltGarten Witzenhausen und Expertinnen für das Lernen in Kitas begleiteten die Gruppen fachlich und methodisch. Sechs Seminartage verteilt über etwa ein Jahr boten den Rahmen, mit vielen praktischen Anregungen und gaben Zeit zum Ausprobieren und für den fachlichen Austausch. Dazwischen lagen Praxisphasen, in denen vielfältige Projekte entstanden:

Die Themen reichten von Ernährung, Natur als Lebensgrundlage und Abfall über Baumwolle, Textilien und Upcycling bis hin zu Fairem Handel, Konsum und globaler Gerechtigkeit. Die Kinder experimentierten in einer Forschungswerkstatt zum Wasser, besuchten Bauernhöfe und stellten selber Butter her. Sie reisten in der Phantasie nach Uganda, philosophierten über Gerechtigkeit, bastelten Neues aus Verpackungen oder übten plastikfrei zu leben. Andere forschten über das Leben der Bienen oder beobachteten, wie aus Bio-Müll Erde entsteht. Auszubildende kreierten Gedankensteine zu BNE in der Schule, Lehrkräfte schufen Strukturen für BNE in der Ausbildung. Kinder und Eltern bauten gemeinsam Hochbeete, um selbst Gemüse zu ziehen, Hortkinder erkundeten den heimischen Markt nach lokalen und fairen Lebensmitteln. U3-Kinder bauten eigenes Spielzeug aus der Natur. Andere erprobten spielzeugfreie Zeiten, stellten eigenes Papier her und richteten Nähstübchen ein. Zusätzlich besuchten die TN mit ihren Kita-Gruppen die Lernorte Tropengewächshaus, Weltladen und Museum. Auch dort konnten die Zielgruppen spezifisch und themenorientiert arbeiten.

Impressionen aus beiden Fortbildungsgruppen 2018 - 2020

Fortbildungsgruppe I

Fortbildungsgruppe II

Philosophieren mit Kindern

Erprobung des Bildungsmoduls: Welche Pflanzen machen Kinder stark?